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Künstlermonographie Staudt

5Jörg Staudt Wir empfinden die Zeit als einen Fluss von Ereignis- sen. Heutzutage sprechen wir von einer „schnellle- bigen Gesellschaft“ und davon, dass Zeit eines der kostbarsten Güter sei. Die Zeit als wichtiger Faktor rückt forschungsgeschichtlich in den verschie- densten Bereichen in den Vordergrund. Ist Zeit ein Produkt von Raum und Bewegung, oder existiert Bewegung nur aufgrund des Vorhandenseins der Zeit? Gibt es eine Gegenwart? Wenn ja, wie lange dauert sie? Ist sie nicht bereits wieder Vergangen- heit,wenn wir sie wahrnehmen? Zeit scheint unwiederbringlich verloren, wenn sie nicht in der Erinnerung oder in einem„Kunstwerk“ konserviert wird. Vor diesen Überlegungen wirken die Bilder von Jörg Staudt wie film-stills, die die zerrinnende Zeit, den Moment, den vermeintlich flüchtigen Augenblick festhalten, konservieren und dem Betrachter wie- der Stück für Stück freigeben. „Für mich sind meine Bilder immer mit dem Wunsch verbunden,Zeit fest- zuhalten“, so der Künstler. Von Stillstand in den Bil- dern kann aber keine Rede seine. Die Luft und das gleißende Licht scheinen zu vibrieren, das Wasser ist in ständiger,rhythmischer Bewegung,Menschen scheinen sich langsam, aber unaufhaltsam durch das Bild zu bewegen, ohne von der Begrenzung des Bildes aufgehalten zu werden. Der Betrach- ter hat hier eher den Eindruck – um weiterhin die Sprache der Filmtechnik zu benutzen – die Slow- motion-Taste bleibe bis in alle Ewigkeit gedrückt. Auf der Suche nach dem guten Bokeh »pixel à la plage« 130 x 120 cm Öl/Leinwand 2011