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Künstlermonographie Staudt

13Jörg Staudt allem auch der fortschreitenden High-Technolo­ gisierung gemeinsamer Produktionsmittel zu ver- danken ist, dass sich Fotografie und Malerei nun nicht mehr diametral gegenüber stehen. Die zuneh- mende Nutzung von und Prägung durch neue Medi- en beschert uns Wahrnehmungsmöglichkeiten und Unmöglichkeiten,die es so zuvor nicht gegeben hat. Jörg Staudt ist ein Künstler, der die aktuellen Strö- mungen zwischen Fotografie und Malerei gekonnt aufzunehmen weiß. Der Grenzgänger agiert in der Zwischenzone aus Malerei und Fotografie, aus Figür- lichem und Abstraktem. In einem Zeitalter, in dem technische Entwicklungen bzw. Errungenschaften täglich Schlagzeilen machen, indem sich beständig die erweiterten Möglichkeiten der Post-Produktion im Bild niederschlagen, in dem die heute obligato- rische Schnelligkeit der Filmcuts sogar epileptische Anfälle auslösen können, bleibt Staudt in seiner Mo- tivwahl auffallend ruhig, entspannt und entschleu- nigt.So schafft er es in seinen Bildern,eine Instanz des Maß-Gebens und Maß-Haltens zu schaffen. Seiner Zurückhaltung entsprechend sieht sich der Künstler, dessen „wichtige Entdeckungsreise nicht darin besteht, neue Landschaften zu erforschen, sondern mit neuen Augen zu sehen“ (Marcel Proust) als Maler seines Fachs der die leicht bittere Erfah- rung von Zeit und Wirklichkeit in seinen Arbeiten einfängt – en passant. Dr.Cornelia Schertler ❘ »ohne Titel« 50 x 50 cm Öl/Leinwand 2007