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Künstlermonographie Staudt

12 Vernissage Künstlermonographie Herstellungsprozess interessieren ihn mehr,als jene Wirklichkeitsillusion, die man in fiktiven Bildern zu erkennen glaubt. In Staudts Bildern geht es nicht um das Allgemeine, die Idee des Gegenstandes, sondern um einen be- stimmten Moment, den eine Fotografie festgehal- ten hat. Der Zufall, der zur Aufnahme geführt hat, und die Wahl dieser Aufnahme als Motiv für ein Bild führen vom Allgemeinen weg in die uns nahe Welt des zufälligen Geschehens.Zugleich steigert Staudt durch seine Malerei die Qualität des dargestellten Gegenstandes.Diese beruht,praktisch gesehen,da- rauf, dass der Künstler die Darstellung nicht wie auf der zugrundeliegenden Fotografie belässt,sondern digitale Veränderungen des Motivs in die Ölmalerei überträgt. Jörg Staudt spielt mit seinen „digitalen Ölmale- reien“ ganz bewusst auf die Jahrzehnte lange Ri- valität zwischen der Fotografie und der Malerei an und versöhnt quasi beide Ausdrucksformen mit- einander, in dem er die Pixel wieder in die Malerei zurück­führt. Staudt lotet aus dieser Position die Umsetzung des fotografischen Blickes durch die Malerei aus. Dabei sagt die teils selbstverständliche Identifizierung der Bilder als Verweis auf digitale Technik nicht zuletzt etwas über den fundamen- talen Bruch aus, den das Computerzeitalter für die Fotografie bedeutet.Es wird so deutlich,dass es vor »Frauen am Strand« 140 x 70 cm Öl/Leinwand 2005