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Künstlermonographie Bettina Hachmann

8 Vernissage Künstlermonographie Zur Beantwortung dieser Fragen verlässt sie die reine, geglättete Oberfläche, ritzt in die Leinwand, reiht Striche aneinander, die hier und da noch wir- ken mögen wie eine primitive Form von Zählen, ungefähr so wie ein Gefangener durch Ritze in der Wand die in der Zelle verbrachten Tage dokumen- tiert. Oder ist damit Schilf gemeint, während die quer laufende Linie den Horizont verdeutlichen soll? Bet- tina Hachmann lächelt bei derartigen Vergleichen. Sie hat nichts dagegen,wenn ein Betrachter auf sol- che Ideen kommt, schließlich ist das dessen Fanta- sie,die sie niemandem nehmen will. „Auch ich habe erst vor einiger Zeit die Vorstellung hinter mir ge- lassen, es müsse in meinen Bildern einen Horizont geben.Das Spannende ist aber,dass er irgendwann in neuer Form zurückkommt,verbunden mit der Er- fahrung von Freiheit,die diesen Prozess begleitet.“ Wenn ein Rezensent allerdings glaubt „schemen- hafte Gestalten“ hinter der einen oder anderen Farbschliere zu entdecken, sollte er den Weg zu be- schreiten versuchen, den Bettina Hachmann schon höchst erfolgreich gegangen ist. Ihre Bilder sind dort am stärksten, wo sie sich unserem nach Halt suchenden Auge verweigern,in die Leere weisen,in die Tiefe gehen,unseren Blick entleeren. Ich vermute eine Geistesverwandtschaft zwischen ihrem Werk und der asiatischen Philosophie, kennt doch der Buddhismus das sunyata, das In-die-Lee- re-denken, das Aushaltenkönnen des Nichts. Ist das Abb.rechts (Detail) und S.9 Ohne Titel 2010 Mischtechnik auf Leinwand, geschlitzt,vernäht 100 x 140 cmr Abb.links (DetailTitelbild) Ohne Titel 2009  Mischtechnik auf Leinwand, vernäht 120 x 160 cm Abb.S.10 Ohne Titel 2010 Mischtechnik auf Leinwand, geschlitzt,gewachst 6 x 40 x 80 cm Abb.S.11 Ohne Titel 2011 Papierarbeit,Mischtechnik 3 x 32 x 24 cm

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